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Martin Luther und seine Bibel   
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Bibel und Kirche 1/2017

Den beiden frisch überarbeiteten kirchlichen Bibelübersetzungen für den deutschen Sprachraum, der Lutherbibel und der Einheitsübersetzung, widmet die Zeitschrift «Bibel und Kirche» je ein Themenheft. Das erste Heft zu Martin Luther geht nicht nur auf den Bibeltext ein, sondern stellt auch das Umfeld des Bestsellers dar – sowohl die Grundanliegen der Theologie Luthers wie auch die Herausbildung einer einheitlichen deutschen Sprache bis hin zur technischen Revolution des Buchdrucks. Luther übersetzte als erster aus den Ursprachen und verwendete dabei die damals bestmögliche Urtextfassung. Er wählte jedoch einen Übersetzungsstil, den man heute als kommunikativ bezeichnet. Kirchenhistoriker Stefan Michel macht deutlich, dass es schon zu Luthers Lebzeiten mehrere Revisionen am übersetzten Text gab.

Das zweite Heft von «Bibel und Kirche» bespricht die Einheitsübersetzung und ihre Revision und lässt dabei auch die katholischen Bibelübersetzungen früherer Jahrhunderte Revue passieren. Zunächst wird die junge Geschichte der Einheitsübersetzung dargestellt. Ihre Entstehung verdankt sie den Impulsen des 2. Vatikanischen Konzils, und sie ist kirchenamtlich die verbindliche Übersetzung für katholische Liturgie, Schule und Seelsorge im gesamten deutschsprachigen Raum. Im Heft werden an konkreten Textbeispielen die Herausforderungen der Revisionsarbeit aufgezeigt: Die Texte des Psalmenbuches etwa müssen auch für das Stundengebet singbar sein; die Übersetzungsentscheidungen bei Frauentexten wurden modernisiert und die Neuübersetzung des Römerbriefes lässt endlich auch das erneuerte theologische Verhältnis zwischen der Kirche und Israel erkennen.

«Bibel und Kirche» ist hier erhältlich:
Bibelpastorale Arbeitsstelle SKB, Bederstrasse 76, 8002 Zürich, Tel. 044 205 99 60
info@bibelwerk.ch (Fr. 11.– zzgl. Versand). Abonnement (4 Ausgaben pro Jahr): Fr. 45.-, für Studierende Fr. 35.-

Mittwoch, 29. März 2017, 11:19