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Gewalttexte der Bibel – ein Ärgernis?   
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Bibel heute 209 1/2017

Die Bibel verschliesst nicht die Augen vor dem Teufelskreis der Gewalt. Sie beschreibt, wie Gewalt, gleich einer entfesselten Macht, immer wieder ins Leben eindringt. Sie deckt auf und lädt ein, Stellung zu beziehen. Sie beschreibt Versuche, Gewalt zurückzudrängen und einzudämmen.

Dem alten Vorurteil, dass Gewalt vor allem das Alte Testament kennzeichne, wird im Bibel-heute-Heft deutlich widersprochen: Der erste Hauptbeitrag behandelt die zentrale Erzählung aller Evangelien, die Passionsgeschichte. Neben Interviews und Beiträgen finden sich im Heft auch andere Formen, die Bibeltexte zu erschliessen. So nähert sich Katrin Brockmöller der Vergewaltigung der Tamar durch ihren Halbbruder in einer fiktiven Erzählung aus Tamars eigener Perspektive an. Ergänzend werden auch Modelle beschrieben, wie die Bibel versucht, Gewalt zurückzudrängen und einzudämmen.

Zentrale Texte, die oft von Kinderzeit an bekannt sind, wie etwa die gerade noch verhinderte Opferung des Isaak, Kain und Abel oder der Tod der Ägypter im Schilfmeer, werden in persönlich gehaltenen Beiträgen der Autoren erschlossen. Und es werden biblische Gegentexte vorgestellt, die zur Überwindung der Gewalt beitragen. Im Praxisteil des Heftes geht es um Ideen, wie man sich in der persönlichen oder gemeindlichen Praxis weiter mit dem Thema befassen kann.

Wie immer informiert das Heft auch über Veranstaltungen aus dem Schweizerischen Katholischen Bibelwerk und stellt Menschen vor, die sich im SKB, dem Netzwerk biblisch interessierter Frauen und Männer, engagieren.


«Bibel heute» ist hier erhältlich:

Bibelpastorale Arbeitsstelle SKB, Bederstrasse 76, 8002 Zürich, Tel. 044 205 99 60
info@bibelwerk.ch (Fr. 11.– zzgl. Versand / Abonnement Fr. 45.– mit 4 Ausgaben pro Jahr, für Studierende Fr. 35.-)

Mittwoch, 29. März 2017, 11:10