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FILMKRITIK zu Luke Gassers «Rabbuni oder die Erben des Königs» – von Detlef Hecking   

«Ein kreativer Film mit Schattenseiten»

 

Die ganze FILMKRITIK von Detlef Hecking als Download PDF
erschienen in der Zeitschrift SKZ 2015

sein FAZIT

«Rabbuni oder die Erben des Königs» ist ein kreativer, vielschichtiger Film, der wichtige Fragen über die Nachfolge Jesu damals und heute, die Entstehung des Christentums, Männer- und Frauenrollen in der frühen Kirche und manches mehr aufwerfen kann. Wer das Dokudrama jedoch als Dokumentarfilm missversteht, was angesichts der formalen Gestaltung des Films ausgesprochen nahe liegt, geht einer allzu persönlichen und oftmals problematischen Interpretation der frühchristlichen Entwicklungen auf den Leim und sieht eine «Apostelgeschichte nach Luke». Tragisch ist das nicht. Es gibt schlechtere Einblicke in die Frühzeit des Christentums, und vor allem dürften die meisten Zuschauerinnen und Zuschauern weitaus konservativere (und damit ebenfalls einseitig-tendentiöse) Kirchengeschichtsbilder im Kopf haben als Luke Gasser sie in «Rabbuni» präsentiert. Doch die Schattenseiten des Films fordern zu einer aktiven Auseinandersetzung heraus, zumal er von nicht weniger als neun römisch-katholischen Landeskirchen mitfinanziert wurde.