Das Markusevangelium

Bibel und Kirche 2/2011

Das Markusevangelium ist vermutlich nach dem Jahr 70 n. Chr. entstanden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die junge Markusgemeinde immer noch die ersten Christenverfolgungen in Rom unter Nero zu bewältigen. Dazu kamen das Ende des jüdisch-römischen Krieges mit dem Untergang Jerusalems und der Zerstörung des Tempels sowie die Ausrufung des siegreichen Feldherrn Vespasian zum römischen Kaiser. Welche Glaubens- und Identitätskrise diese Ereignisse ausgelöst haben mögen und welche Strategien das Markusevangelium den jungen christlichen Gemeinden zur Bewältigung anbietet, zeigen die Beiträge in dieser Ausgabe von «Bibel und Kirche».

Prof. Martin Ebner belegt, wie der Evangelist die Jesusgeschichte als «Gegenevangelium» zur hellenistisch-römischen Kaiserpropaganda konzipiert. Damit erhält das Evangelium politische Relevanz, und Theologie wird alltagstauglich. Auch in der Darstellung Jesu haben die Folgen des ersten römisch-jüdischen Krieges Spuren hinterlassen, wie weitere Artikel zeigen. Ebenso finden sich Antworten auf die Frage, wie juden- und heidenchristliche Jesusjünger miteinander lebten.

«Bibel und Kirche» rundet die Darstellungen wie immer mit einer ausführlichen Literaturschau ab.

«Bibel und Kirche» ist erhältlich bei
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